Sri Lanka in der Nussschale

Sri Lanka: Männer in kunterbunten Röcken, Tuk-Tuk hup hup, Plasik-Buddhas, original verpackt, spuckende Frauen, rote Zähne, Elefantifantis, die Straße an Sich, Kühe, heilige Kühe, Tropenfrüchte lecker lecker, Bananen, sowie überall, Mode, die noch Stil hat, mit Hemd natürlich, dir winkende Kinder, groß und klein, Müllhalde überall, “Hello Sir, want Tuk-Tuk?“, tausend Mal, Palmen, Hunde, Palmen, Hunde, Palmen, Hunde, die nie war tun, Kinder, die nicht schreien, aber winken, Menschen, die immer irgendwo auf irgendwas warten, sich aber nie darüber aufregen, geshakte Säfte, der Taco, auf den du deine Stunde wartest, dafür bio, Babyelefanties, Buddha-Tempel meets Hindu-Tempel meets Kirche meets Bodhi-Tree, Kokosnüsse, leckerli, 250 Rupees.

Verkehr, owwe owwe, der Feinstaub, der Dreck, Schleier um Kopf, Islam Islam, Babyposter, rosarot, den Fischmarkt musst du dir geben, und die Dächer auf Palmblätter, das Essen mit den Händen, oh wie ungewohnt, fühle es, knete es, keine Brillen, “Hello Sir, want Tuk-Tuk“, fragen sie, dann “Where you from, Sir?“, fragen sie, “Austria”, you say, “Australia“, they say, Sri Lanka, das ist das Land, wo der eine vor dir das Kite repariert und der andere hinter dir das Fischcurry zubereitet, mit dem Fisch, den du vor 10 Minuten noch im Netz zappeln hast sehen, zusammen mit den aufgeblasenen Kugelfischchen, sehr witzig, ja befreit und zurückgeworfen ist Meer, in Meer zum fluoreszierendem Plankton, das dich auch sehr belustigt hat, als du da gerade mit dem schmalen Fischerboot durch die dunkle Dezembernacht im Venedigstyle vom Fischer chauffiert wurdest, nur halt Lagune statt Kanal, Palmen statt Kirchtürme, fluoreszierendes Plankton, Rufzeichen, es muss einfach nochmal gesagt sein, wie krass ist dass denn eigentlich, und dazu noch diese fliegenden Fischchen, die dir ins Boot springen, Sri Lanka, das ist auch der Kitsch-Sonnenuntergang, wieder mit Palme, schön im 45°-Winkel ins Bild hängend, Kitesurfer am Horizont, überhaupt der ganze Zufall, hier her zukommen, ganz Sri Lanka ein Zufall, das Tee trinken, Ceylon, wie es halt früher hier so geheißen hat, Ceylon, wie der Tee als Exportgut Nummer Eins noch immer heißt, Tee, überhaupt ganz wichtig hier, kulturell, historisch und so, Teeplantagen, Meer, Meer an Teeplantagen, durchgehen kann man gut durch dieselbigen, Here always hot, sagen sie, recht haben sie, dann wieder “Hello Sir, want Tuk-Tuk?

Not so hot in the mountains, but no snow, Sri Lanka never snow, aber Hunde überall, Durchschnittsalter 73 Jahre, also von den Menschen mein ich, Hunde keine Ahnung, aber definitiv weniger, vorhin jedenfalls wurde einer nicht viel mehr älter heute, sondern überfahren, aus die Maus, lieber Themenwechsel: In der Küche, erklingt das Kottu, Amjad-Style, und dieses Kotto, diese Rottis, diese Curries, immer Rice & Curry, also wirklich verdammt gut das ganze Zeugs, nur no spicy, das gibt’s nicht, spicy ist hier angesagt, burn your mouth, pussy, hot or not, da wird auch schon wieder ein Tee serviert, immer freundlich die Leute, hier wahnsinnig freundlich, immer “Need Tuk-Tuk, Sir?“, nie aufdringlich, immer für eine Cooking-Lesson zu haben, hier auf Sri Lanka, da ist Essen noch Kultur, alle zusammen, Wertschätzung, das Soziale, noch nicht ganz erodiert, danke, Buddha, du hattest schon recht damals, heute beten sie dich immer noch an dafür, reden über dich, aber auch miteinander noch, und diese Geste, die da nicht zu deuten vermagst, dieses schräge Kopfbewegen, halb Ja, halb Nein, so witzig hin und her, ja das wird dich verwirren, und weil du Mensch bist und die das so machen wirst du versuchen, es nachzumachen, aber daran verzweifeln, da muss man aufwachsen damit, das wird nicht gelernt, immer mit einem Lächeln dazu, diese Geste, die rätselhafte, zu den Worten, die für uns klingen wie eine viel zu schnell vorgespulte Videokassette.

Sri Lanka ist schön.

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