Land der Berge

… ist Nebraska ja nicht gerade. Deshalb musste kurzerhand die Flucht angetreten werden, es ging kurzerhand runter nach Arkansas. Freitag Abend ging’s los, im weltmeisterlichen Tetris-Style (Insidern bekannt aus einer einschlägigen Simpsons-Szene) ein viel zu kleines Auto vollgepackt und los, erstmal auf einen Burrito. Darauf folgend die Erkenntnis, dass das in Amerika so doch nun wirklich nicht ginge. Also auf zum Flughafen, ungleich größeres Auto angemietet und nun mal wirklich los. Nach bescheidenden 9 Stunden Autofahrt bastelten wir frohen Mutes um 4:30 AM unsere Zelte zusammen und genossen noch ein Gute-Nacht-Bier.

Warum ich dies eigentlich erwähne? Fakten: 9 (neun) Stunden Autofahrt für 1,5 (einskommafünf) Tage klettern – mhh. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mir diesen Frühling ernsthafte Gedanken machte, ob sich die 2 (zwei) Stunden Autofahrt runter nach Arco denn für nur ein Wochenende lohnen würden.

Ergo, komplette Relationsverschiebung seit meiner Ankunft in den USA. Doch sowas ist normal hier. Gleich normal wie 30 Minuten zu einem Kaffeehaus zu fahren, weils grad lustig ist. Bedenklich, aber durchaus der Mühe wert, endlich wieder richtigen Fels unter die Finger zu bekommen. Mit Taliban Soup (5.11d, 7a) Flash auf geschätzte zwei Stunden Schlaf und Big Top (5.11c, 6c+) On-Sight gab’s auch noch persönliche sportliche Erfolge und die Erkenntnis, in Nebraska doch noch nicht eingerostet zu sein.

Außerdem, gibts überhaupt eine bessere Mahlzeit als ein krustig-schwarz angebranntes Würstchen am Lagerfeuer nach einem ganzen Tag in der Natur? Nach stundemlangen Überlegen und ausschweifenden Sternbildfantasien muss ich sagen: No way.

s1Mon

me admin.

3 thoughts on “Land der Berge

  1. ja, ich häng ein bisschen hinten nach; der pack-stress überwiegte dann wohl

    und schmidi, go for it! trainier nur brav für unsere urban drunk climb session im sommer.
    irgendwelche fortschritte bezüglich indien-kletter-pläne?

  2. Fürs Klettern ist kein Weg zu weit.
    Ich hab mir heute ein fettes Fort in Delhi angeschaut, das nur noch aus Ruinen besteht. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die 30 Meter hohen Wände des Forts extrem gut zum Klettern anbieten würden. Da hätte ich schon ein paar echt witzige Projekte gefunden… ;-)

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