Turkish Standard: Geyikbayırı

Sport climbing at its best. That’s quite essentially what the area close to Geyikbayırı, Turkey, is all about. Not much more, but also nothing less; simply perfect climbing. The lack of distraction is also what makes this place so special, it’s climb-eat-sleep-repeat. We’ve been there for ten days, and even though we had honest and well-reasoned attempts to do a few rest-days, we simply couldn’t manage. We had to climb ten days in a row. The routes we found ourselves looking at, mysteriously, were just too good not to be climbed. The result, of course, was an unparalleled continuous pump in especially my left forearm, also lasting for around ten days.

There is, of course, much more to be found in this place than just the mere repetitiveness of climbing: The Mediterranean sea close by, some two-thousand year old Lycian ruins close by, ‘eternal’ flames happily and steadily burning for pretty much as long, and a market every Sunday, unveiling the whole diversity and deliciousness of Turkish cuisine. And the Turkish people, who are quite definitely among the most friendly and hospitable folk on this planet. Just not a lot of climbers to be found among them, quite probably for cultural reasons, but a small scene is developing. A good thing, because the potential for highest quality rock climbs in Turkey is close to endless.

So what we came for, primarily, is to lay hands on a very tiny fraction of this perfect limestone, mushrooming everywhere you look. For the Geyikbayırı locals, we found out while hitchhiking up and down, it still feels a bit strange to see a bunch of highly developed apes arriving from all corners of the planet just to hang on rocks, those rocks they have always been passing mindlessly while driving up to their village. Why, they asked us, why on Earth do we all come here? What do we want? And how, on Earth, did we get to know about those rocks? Legitimate questions, and I honestly struggled to find an explanatory answer. Doesn’t make much sense, if you really think about it. Basically, it’s just what climbers do. The only answer I can give is compressed in the below pixels. It roughly translate to: That’s why.

Read More

FA “Der Letzte Schöne Herbsstag” (7c) & “Muas da wuascht sein” (7a), Galerie, Martinswand

Gut Ding braucht Weil. Sagt man so. Als Lukas ‘Siggi’ Sigl und ich im Oktober 2011 beschlossen, eine neue Linie im oberen Stock des bei den Innsbruckern wegs seiner Panoramablicke und hohem Solariumfaktors sehr beliebten Klettergartens Galerie einzubohren, kannten wir zwar das Sprichwort, aber nicht die Relevanz für unsere neue Route. Etwas später bohrte Lukas dann gemeinsam mit Sandra Liebold enthemmt noch eine weitere Linie links davon ein, und so kann man nun langsam wirklich von einem ‘oberen Stock’ sprechen.

Topo Galerie Oben Rechts
Topo Galerie Oben Rechts

Die Routen sind als zweite Seillängen über die Einführung in die Physik (6b+) oder die Route rechts neben der Einführung in die Physik (ca. 6b) zu erreichen. An einem überaus gemütlichen, vom Innsbrucker Verschönerungsverein großzügiger Weise gesponserten Standplatzbankerl angekommen, befindet sich der/die Wiederholungsaspirant_in nun vor einer lebensphilosophischen Entscheidung: Wählt er/sie die linke Linie, erstbegangen durch Lukas Sigl am 13.01.2014, so begibt er/sie sich auf den Pfad des “Muas da wuascht sein” (7a). Der Routenname ist den tiefsinnigen Worten Flo ‘Flow’ Brunners nachempfunden, der in einem Moment spiritueller Erleuchtung die Quintessenz all seiner Lebenserfahrung in die Kraft dieser vier Worte zu bündeln wusste, und spiegelt die pragmatische innere Einstellung wieder, dass einem tatsächlich im Leben oft einiges wuascht sein muas. Muas da wuascht sein, wenn vor lauter Nebel die Hand vor Augen nicht siehst. Muass da wuascht sein, wenn die Finger vor Kälte erstarrt sind. Muas da wuascht sein, wenn der scharfe Fels Spuren hinterlässt. Muas da wuascht sein, wenn’s Projekt wieder nicht geht. Oder akronymisch: Mdws.

Wählt der/die motivierte Kletter_in die rechte Variante, “Der Letzte Schöne Herbsttag” (7c), dem ich am 09.01.2014 die erste Rotpunktbegehung abringen konnte, so vertritt er mit seinem/ihrem Versuch die Einstellung, sein/ihr Leben möglichst so zu gestalten, als ob der gegenwärtige Tag tatsächlich der letzte schöne Herbsttag sein könnte. Die Betonung ist stets auf den bewusst gewählten Konjunktiv II zu setzen; man besitzt doch nie Gewissheit. Auch soll dies keineswegs den herannahenden Winter herabwürdigen, auch dem ersten schönen Wintertag ist durchaus viel Positives abzugewinnen; doch den ersehnten Durchstieg des aktuellen Kletterprojekts kann man wohl vergessen, denn der Winter ist da, und im Winter geht man gefälligst Skitouren. Resümierend lässt sich daraus folgende philosophische Grundregel formulieren: Lebe jeden Tag so, als wäre es der letzte schöne Herbsttag. Quasi carpe diem für Kletterer. Und was macht ein jeder Affe am letzten schönen Herbsttag? Volle ziachn gian. Alles andere muas da wuascht sein.

Àle.

Read More